Bardzkie
Pierniki

Über uns

Über uns

Unsere Wurzeln, unser Stolz, unsere Kultur

Wir glauben, dass der Geschmack echter Lebkuchen untrennbar mit der Geschichte der Region und den Menschen verbunden ist, die ihn geprägt haben. Wir laden Sie zu einer Reise durch die Zeit ein - entdecken Sie mit uns die Geschichte der Lebkuchen aus Bardo, deren Tradition wir fortführen, indem wir Künstler und lokales Kulturerbe unterstützen.

Die Anfänge der Bardzkie Pierniki

Die Tradition der Bardzkie Pierniki ist in Dokumenten mindestens seit dem Jahr 1504 belegt. Im Vorkriegs-Bardo wurden sie von vielen Generationen erfahrener Lebkuchenmeister gebacken. Sie wurden gerne von Pilgern gekauft, die zum Fuß der Muttergottes von Bardo kamen, deren Statue bis heute in der örtlichen Basilika verehrt wird. Kleine Figuren aus Lindenholz machten die Kunst der Bardoer Lebkuchenbäcker im ganzen Land und auch weit über die Grenzen Europas hinaus bekannt.

Die Lebkuchengeschichte von Bardo wurde für uns zur Inspiration, unser eigenes Lebkuchenabenteuer zu beginnen. Viele Jahre lang waren Lebkuchen nach eigenen Rezepturen und Ideen von Magdalena Topolanek auf traditionellen Jahrmärkten und Kunsthandwerksmärkten in Niederschlesien zu finden.

Das neueste Kapitel unserer Geschichte

Seit dem 1. August 2020 betreiben wir unter dem Namen „Bardzkie Pierniki - Fabryka - Magdalena Topolanek” unsere eigene Lebkuchenmanufaktur in Bardo - an einem ganz besonderen Ort: in einem Bürgerhaus, in dem noch bis 1942 die Lebkuchenfabrik des aus Preußen stammenden Robert Gerlich, „Robert Gerlich’s Honigkuchenfabrik”, tätig war. Die ehemalige Lebkuchenmanufaktur wurde 1842 von Roberts Vater, Joseph Gerlich, gegründet.

Heute erfüllt der Duft von Honig und würzigen Gewürzen wieder die ehemalige Lebkuchenfabrik. Mehr noch: Durch den Kontakt zu den Nachkommen der früheren Fabrikbesitzer sind auch die Originalrezepte der hier einst gebackenen Spezialitäten zurückgekehrt. Wir sind sehr stolz darauf, an diesem historischen Ort die Legende der Bardzkie Pierniki wieder aufleben zu lassen - indem wir eine jahrhundertealte Tradition fortführen, alte Rezepturen neu erschaffen und diesen besonderen Lebkuchen und Kuchen zugleich neue, eigene Formen und Geschmacksrichtungen verleihen.

DIE ÄLTESTE LEBKUCHENFABRIK IN BARDO

1842 r.

Joseph Gerlich (1816-1894) beginnt im Alter von 26 Jahren als Lebkuchenmeister seine selbstständige Lebkuchenherstellung in Bardo. Seine Werkstatt befindet sich in einem Gebäude, das zur Immobilie in der Główna-Straße 28, früher Hauptstrasse 39, gehört. Der Verkauf der Erzeugnisse erfolgt an kirchlichen Verkaufsständen während der Wallfahrten nach Bardo sowie durch Fahrten zu umliegenden Jahrmärkten und Kirchweihfesten.

1860 r.

Joseph verlegt die Produktion in die Immobilie unter der Adresse Ring 162, heute Rynek 4, und gründet dort die erste Lebkuchenfabrik in Bardo. In der Hauptstrasse 39 betreibt er weiterhin ein Geschäft sowie ein Restaurant mit Konditorei.

1889 r.

Die Lebkuchenfabrik wird von Josephs Sohn Robert Gerlich (1862-1943) geerbt, der zu diesem Zeitpunkt 27 Jahre alt ist. Robert führt grundlegende Veränderungen in der Produktion und Qualität der Erzeugnisse ein, entwickelt moderne Grundsätze für Vertrieb und Versandhandel, überzieht als erster in Bardo Lebkuchen mit Schokolade und verkauft Kleingebäck in attraktiven Werbeverpackungen.

1914 r.

Robert Gerlich bereitet ein Projekt zum Umbau der Lebkuchenfabrik vor. Das unscheinbare Gebäude mit Satteldach soll durch ein stattliches viergeschossiges Bürgerhaus ersetzt werden. Der Umbauplan sieht zwei Backräume vor: im Souterrain und im Hochparterre, wo sich heute Bankräume befinden. Außerdem sind im Souterrain ein Kohlenlager und ein Lagerraum vorgesehen, im Erdgeschoss ein Raum zum Verpacken der Waren, im ersten Obergeschoss zur Straßenseite eine Wohnung für die Familie des Eigentümers und zum Hof hin weitere Lagerräume sowie im zweiten Obergeschoss zusätzliche Schlafzimmer.

1919 r.

Robert Gerlich übergibt im Alter von 57 Jahren die Lebkuchenfabrik an seinen Neffen Max Prause. Nach dem Vorbild seines Vaters behält er das Restaurant und das Café in der Główna-Straße. Max Prause (1891-1942) heiratet im Februar 1919 im Alter von 28 Jahren Martha, geborene Meissner, übernimmt einen Teil des Familienunternehmens und führt den Betrieb unter der Marke Robert Gerlich’s Honigkuchenfabrik, Inhaber Max Prause, weiter.

1933 r.

Die Lebkuchenfabrik ist auch ein Ausbildungsort für junge Handwerkslehrlinge. Zu den Schülern, die im Jahr 1933 ihre Prüfungen ablegen, gehören die beiden Söhne des Meisters Max Prause: der dreizehnjährige Hans, der nach dem Krieg die Lebkuchenherstellung in Ochtrup in Deutschland fortsetzen wird, sowie der zehnjährige Max junior.

1938 r.

Im Vorkriegs-Bardo, damals Wartha, sind neben der Lebkuchenfabrik von Max Prause noch sechs weitere Betriebe im Konditoreigewerbe tätig: Bäckerei, Konditorei und Lebkuchenwerkstatt Alois Hentschel, Café Robert Gerlich, Bäckerei Franz Prause, Bäckerei und Café Alder, Konditorei, Café und Lebkuchenfabrik August Neumann sowie Haus Klieeisen - Konditorei. In der Stadt finden Lebkuchenumzüge statt, mit einem Lebkuchenhäuschen und Kindern in Kostümen von Hänsel und Gretel.

1942 r.

Die Firma „Robert Gerlich’s Honigkuchenfabrik, Inhaber Max Prause” feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass verfasst Max Prause, der damalige Eigentümer, eine mehrseitige Jubiläumsrede.

1949 r.

Hans Prause (1920-1968), der das Lebkuchenhandwerk in der Werkstatt seines Vaters Max Prause in Bardo erlernt und dort seine ersten Prüfungen abgelegt hatte, eröffnet in Ochtrup in Deutschland zunächst ein Geschäft und später eine Bäckerei. Dort führt er die Tätigkeit seiner Vorfahren fort und backt Bardoer Lebkuchen nach alten Rezepturen unter dem Namen des Familienunternehmens von Robert Gerlich und Max Prause.

1967 r.

Hans Prause feiert in Ochtrup das 125-jährige Jubiläum des Unternehmens.

1984 r.

Margarete Prause, die Ehefrau von Hans, teilt die Beendigung der Tätigkeit der Firma „Warthaer Pfefferküchlerei gegründet 1842 Hans Prause, früher: R. Gerlich’s Honigkuchenfabrik Wartha, Bez. Breslau, Kardinal-von-Galen-Straße 18, 4430 Ochtrup/Westf.” mit. Nach dem Tod von Hans führt sein Sohn Gottfried die Lebkuchenherstellung noch einige Jahre weiter, entscheidet sich jedoch schließlich für einen Berufswechsel und gibt den Betrieb auf.

2020 r.

Am 1. August eröffnet Magdalena Topolanek in der ehemaligen Bardoer Lebkuchenfabrik ihre Lebkuchenmanufaktur. Die Marke „Bardzkie Pierniki - Fabryka”, die zuvor von Jahrmärkten und aus dem Internet bekannt war, erhält ihren festen Sitz. Die Lebkuchen kehren nach Bardo zurück, und in dem von den Familien Gerlich und Prause errichteten Bürgerhaus erfüllt wieder ihr würziger Duft die Räume.

2023 r.

Gottfried Prause, Sohn von Hans Prause und Enkel von Max Prause, besucht zum ersten Mal Bardo und die Lebkuchenfabrik seines Großvaters, um gemeinsam mit Magdalena historische Rezepturen der Warthaer Pfefferkuchen, der historischen Bardoer Lebkuchen, nachzubilden. Auf diese Weise können wir die alten schlesischen Geschmacksrichtungen der Warthaer Bissen, der Bardoer Bissen, des Schokoladenkonfekts, der Fruchtecken und der Warthaer Bomben, der Bardoer Bomben, wiederentdecken.

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